10 unterschätzte Alltagsquellen für stille Entzündungen – und wie du sie entschärfst
„Du kennst das Gefühl, wenn du von außen alles richtig machst – und innen nichts mehr passt?“
Ich war Anfang 20, eigentlich gesund, jung, energiegeladen … und doch fühlte sich mein Körper leer und schwer an. Dauer-Müdigkeit, schmerzende Gelenke, ein unruhiger Bauch – aber alle Ärzte sagten: „Alles in Ordnung.“
So lebte ich jahrelang im Dauerfunktionieren: stark für andere, nur nicht für mich.
Bis mein Körper nicht mehr flüsterte, sondern sagte: „Jetzt reicht’s.“
Rückblickend waren es stille Entzündungen – Signale, die ich verlernt hatte zu hören.
Wenn dich dieser innere Alarm bekannt vorkommt, bist du hier richtig.
Denn diese 10 unterschätzten Alltagsquellen könnten genau der Grund für dein körperliches Ungleichgewicht sein.

Was sind stille Entzündungen eigentlich?
Stille Entzündungen – auch „low-grade inflammations“ genannt – sind chronische, unterschwellige Entzündungsprozesse im Körper.
Sie verlaufen meist ohne akute Schmerzen oder eindeutige Laborwerte, können aber langfristig Organe, Gefäße und Zellen belasten.
Oft entwickeln sie sich über Jahre, genährt durch Stress, Ernährung, Umweltfaktoren und emotionale Belastungen.
10 unterschätzte Alltagsquellen für stille Entzündungen
1. Mikropartikel aus Kosmetik & Pflegemitteln
Konventionelle Cremes, Shampoos oder Deos enthalten oft synthetische Duftstoffe, Konservierer oder Mikroplastik, die über Haut und Schleimhäute in den Körper gelangen.
➡ Tipp: Steige Schritt für Schritt auf zertifizierte Naturkosmetik um. Achte auf Siegel wie BDIH, NATRUE oder COSMOS.
2. Elektrosmog im Schlafzimmer
WLAN-Router, Smartphones oder Babyphones direkt am Bett halten das Nervensystem in leichter Alarmbereitschaft.
➡ Tipp: WLAN nachts ausschalten, Handy in den Flugmodus oder außerhalb des Schlafzimmers laden.
3. Plastikverpackungen & Weichmacher
PET-Flaschen, beschichtete To-go-Becher oder Plastikdosen können Weichmacher (Phthalate, BPA) freisetzen, die hormonell wirken und Entzündungen fördern.
➡ Tipp: Glasflaschen, Edelstahlboxen und Porzellanbecher verwenden.
4. Chronische Muskelverspannungen
Verhärtete Muskeln (z. B. durch langes Sitzen oder ständigen Stress) setzen entzündungsfördernde Botenstoffe frei.
➡ Tipp: Microbreaks am Schreibtisch, sanftes Dehnen oder Faszienrollen.
5. Einseitige Bewegungsmuster
Immer gleiche Haltungen und Bewegungsabläufe belasten bestimmte Strukturen übermäßig.
➡ Tipp: Bewegungsvielfalt einbauen – kleine Wege gehen, Treppen nutzen, neue Sportarten testen.
6. Schlafqualität statt nur Schlafdauer
Auch 8 Stunden Schlaf helfen wenig, wenn der Schlaf ständig unterbrochen oder oberflächlich ist.
➡ Tipp: Abendroutine ohne Bildschirmlicht, kühlere Raumtemperatur (ca. 18 °C), Entspannungstee.
7. Mini-Zuckerfallen
Fruchtjoghurts, Müsliriegel oder Smoothies können den Blutzucker stark ansteigen lassen – ein Trigger für Entzündungen.
➡ Tipp: Protein- und ballaststoffreiche Snacks wählen, ungesüßte Varianten bevorzugen.
8. Stress-Hormone am Abend
Abendliche To-do-Listen, Nachrichten oder Social Media halten Cortisol hoch – schlecht für Regeneration und Entzündungsabbau.
➡ Tipp: „Digital Sunset“ 1 Stunde vor dem Schlafengehen, stattdessen Lesen oder Atemübungen.
9. Feinstaub & Innenraumluft
Hausstaub, Pollen, Schimmelsporen oder Kochdämpfe können stille Entzündungen anfeuern.
➡ Tipp: Regelmäßig lüften, Luftreiniger nutzen, HEPA-Filter im Staubsauger einsetzen.
10. Verborgenes „Under-drinking“
Leichte, chronische Dehydrierung belastet Stoffwechsel und Entgiftungsprozesse.
➡ Tipp: Wasser oder Kräutertee über den Tag verteilt trinken, Flasche sichtbar platzieren.
Fazit
Stille Entzündungen sind wie ein schwelendes Feuer – unsichtbar, aber wirksam.
Indem du diese Alltagsquellen Schritt für Schritt entschärfst, entlastest du deinen Körper spürbar.
Du musst nicht alles auf einmal ändern. Schon eine kleine, konsequente Anpassung kann ein starkes Signal für mehr innere Balance setzen.
💌 Mein Impuls für dich:
Fang diese Woche mit nur einer dieser Quellen an. Wähle die, die für dich am leichtesten umsetzbar ist – und beobachte, wie dein Körper reagiert.
Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie du stille Entzündungen im Alltag reduzierst, stöbere gern in meinen weiteren Artikeln zu Darmgesundheit, Stressregulation und entzündungshemmender Ernährung. Jeder kleine Schritt zählt – und dein Bauch wird es dir danken. → Hier geht’s zu allen Beiträgen
Quellen & weiterführende Links
- Calder PC et al. „Inflammation and chronic disease.“ Nutrients. 2019;11(10):2272.
- Micha R et al. „Dietary factors and risk of chronic disease.“ The Lancet. 2017;389(10064):1958–1972.
- Van Gils CH et al. „Chronic low-grade inflammation.“ Nutrition Reviews. 2021;79(9):1–13.
- Umweltbundesamt: Weichmacher & Gesundheit – https://www.umweltbundesamt.de
- WHO – Electromagnetic fields and public health: https://www.who.int/peh-emf

